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Interschutz 2015          
           

Düsseldorfs Höhenretter erringen 6. Meistertitel

Feuerwehrmänner aus der Landeshauptstadt lösten drei anspruchsvolle Aufgaben in nur 32 Minuten und 26 Sekunden

Die Düsseldorfer Höhenretter sicherten sich beim zwölften nationalen Ver­gleichswettkampf der Höhenrettungsgruppen den Deutschen Meisterti­tel 2015. Das Team um Jörg Janssen, dem leitenden Höhenretter der Düsseldorfer Gruppe, gewann die Trophäe der nationalen Meisterschaft damit zum sechsten Mal. Es untermauerte damit erneut seinen Status als "Rekordmeister".

 

"Ich bin stolz darauf, dass wir so eine erfolgreiche und leistungsfähige Höhenrettungsgruppe in Düsseldorf etabliert haben", erklärte Feuer­wehrchef Peter Albers. "Die Fitness und das Know-how der Höhenretter kommen den Menschen in unserer Stadt in einer Notlage zu Gute", er­läuterte er. Seit 2001 hat die Wehr in der Rheinmetropole eine 50-Mann starke Höhenrettungsgruppe aufgebaut. Sie rückt zu rund 70 Einsätzen jährlich aus.

 

Die Organisation des Vergleichswettbewerbes hatte in diesem Jahr die Feuerwehr Hannover übernommen. Sie richtete den Wettkampf auf der Feuerwehr-Fachmesse „Interschutz 2015“ aus. Bei dem Leistungsvergleich traten 14 Höhenrettungsgruppen gegeneinander an. Davon eine Gastmannschaft außerhalb der Wertung aus Polen und dem ge­samten Bundesgebiet – vier davon aus Nordrhein-Westfalen. "Drei Einzelaufgaben standen für die Feuerwehrmänner aus der Rheinmetropole auf der Agenda, die sie in 32 Minuten und 26 Se­kunden lösten", berichtete Jörg Janssen.

 

Als erstes mussten die Düsseldorfer die Aufgabe an der Station 3 „Flaschenzug“ bewältigen. Dort musste ein 14 Tonnen schweres Tanklöschfahrzeug  eine leichte Steigung über eine Länge von rund 17 Metern hinaufgezogen werden. Das zu verwendende Material war ebenso vorgeschrieben, wie eine Rücklaufsperre. Die Feuerwehrspezialisten durften nur zwischen dem Festpunkt für den Flaschenzug und dem zu ziehenden Fahrzeug agieren, so dass der zur Verfügung stehende Arbeitsraum immer kleiner wurde. Diese Aufgabe war sehr kräftezehrend und verlangte gute Mechanik-Kenntnisse.

 

Als zweite Übung stand die Station 1 „Rettungsübung am Baukran“ auf dem Aufgabenplan. Vier Höhenretter stiegen die krantypische Stahlkonstruktion sehr schnell hoch, ein Höhenretter verblieb für die notwendigen Sicherungsarbeiten am Boden. Die gesamte Menschenrettung  verlief tadellos in einer absoluten TOP Zeit von 13 Minuten und 24 Sekunden und durch das routinierte Training in Düsseldorf auch ohne Fehler – als einziges Team. Das zweitschnellste Team bei dieser Aufgabe war die Mannschaft aus Hamburg, die  für die selber Übung vier Minuten länger benötigte.

 

Die letzte Übung für die Höhenretter war die Station 2 „Verletzter Baumpfleger im Baum“. Ein verletzter Baumpfleger (Dummy) mit einem Körpergewicht von 90 Kilogramm in zwölf Meter Höhe musste gerettet werden. Dazu musste ein Höhenretter zum Verletzten aufsteigen. Der Baum hatte an der unteren Hälfte vom Stamm keine Äste. Deshalb erfolgte der Aufstieg mit speziellen Steigeisen. Der Patient wurde nach Erreichen mit Bergsteigerausrüstung gesichert und über Umlenkungen von der Bodenmannschaft unter Zuhilfenahme eines Flaschenzuges kurz angehoben, damit der Retter den Patienten aus dem Klettergeschirr lösen konnte. Anschließend wurden er und der Retter zu Boden gelassen. Der Retter musste den Patienten während des Abseilens betreuen und dafür sorgen, dass dieser sich nicht an Ästen zusätzlich verletzten konnte. Für diese Übung benötigten die Düsseldorfer nur 12 Minuten und 3 Sekunden.

 

Neben der Schnelligkeit musste aufgrund der hohen Zeitstrafen sehr sicher und präzise bei den Aufgaben gearbeitet werden. Deshalb beträgt der Vorsprung der Siegermannschaft auf den Zweitplatzierten nach allen drei Übungen gerade mal 40 Sekunden!

 

Das Düsseldorfer Team setzte sich aus Daniel Osterbrink, Volker Thyssen, Mike Gelien, Michael Risse, Matthias Nolten, Tobias Wilkomsfeld, und Jörg Janssen.

 

 

Ergebnisliste Leistungsvergleich:

1.             Düsseldorf 32:26 Minuten

2.            Hamburg 33:06 Minuten

3.            Chemnitz 35:39 Minuten

4.            Essen

5.            Oldenburg

6.            Bochum

7.            Kiel

8.            Stuttgart

9.            Magdeburg

10.          Köln

11.           Erfurt

12.          Frankfurt am Main

13.          Leipzig

ohne     Poznań Gastmannschaft aus Polen

   
   
   
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